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In China wird die Internetsucht mit Stromschlägen kuriert[14.07.2009] In China scheint es eine umstrittene Therapie gegen "Internetsucht" zu geben. Den Betroffenen werden dabei Stromstöße verabreicht. China Daily berichtet, dass diese Therapie, um Internetsucht zu kurieren, vom Gesundheitsministerium vorerst gestoppt wurde. Offenbar ging ihnen die Methode viel zu weit. Zu der offiziellen Begründung heißt es, dass die Methode nicht nachgewiesenermaßen sicher ist. Es geht dabei vor allem um jüngere Internetsüchtige - und gerade bei diesen ist eine Elektroschocktherapie als besonders fragwürdig anzusehen. Der Betreiber eines Portals für Internetsüchtige sagte hierzu: "Wir wissen nicht, ob diese verrückte Behandlung nicht frei von Nebenwirkungen ist." Die Therapie, welche vor allem in Kliniken zum Einsatz kam, ist somit vorerst verboten. Ein Sprecher der Klinik in Shandong sagte hierzu, dass die Therapie nicht alleine aus Stromstößen bestand, sondern auch medizinische und psychologische Elemente beinhaltet hätte. Laut Angaben von China Daily wurden mehr als 3.000 junge Menschen mit dieser Therapie behandelt. Dafür wurden sie in ein viermonatiges Programm gezwungen. Die Eltern mussten eine Vereinbarung unterschreiben, welche zulässt, dass ihre Kinder mit Stromschlägen bis zu 200 Milliampere "behandelt" werden. Sobald die Patienten ihre Sucht zugaben, gelten sie als "geheilt" oder "wiedergeboren". Bezahlen musste man diese Therapie auch, welche monatlich mit 6.000 Yuan, etwa 625 Euro, zu Buche schlägt - also alles andere als günstig ist. Angeblich mussten sich die Patienten an einen Codex halten, welcher aus 86 Regeln bestand. Bei Missachtung würde ein Stromschlag die Antwort sein, darunter auch Dinge wie ein Verbot, Schokolade zu essen, oder sich im Badezimmer einzuschließen. Angeblich sei diese Behandlung an die Öffentlichkeit geraten, indem erste Betroffene über ihre Erfahrungen gebloggt hätten - obwohl ihnen auch das untersagt wurde.
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