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Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle. Dokumentation alliierter Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg

[21.09.2008] Pressestimmen
-Um nicht noch im nachhinein nationalsozialistischer Propaganda aufzusitzen, prüfte de Zayas -die innere Folgerichtigkeit der Akten- und verglich die darin geschilderten Vorgänge mit einschlägigen Materialien in Bonner, Londoner, amerikanischen und schweizerischen Archiven. Er machte Hunderte von Zeugen ausfindig, darunter rund 150 ehemalige Heeres-, Marine- und Luftwaffenrichter, die er nach dem Zustandekommen der Dokumente befragte...- (Der Spiegel)
Über den Autor
Dr. jur. Dr. phil. Alfred Maurice DeZayas, amerikanischer Völkerrechtler, Gastprofessor an den Universitäten Chicago, Alcalá de Henares (Madrid), Santa Clara (Kalifornien). Generalsekretär des französischen Schweizer P.E.N. Club.

 
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Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle. Dokumentation alliierter Kriegsverbrechen im 2.WK

Kein Forscher hat vor dem Amerikaner Alfred de Zayas den großen Aktenbestand der Wehrmacht-Uuntersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts ausgewertet. Bis vor wenigen Jahren befanden sich die Unterlagen unter Verschluß in den National Archives in Washington, jetzt liegen sie im Bundesarchiv/Militärarchiv in Freiburg. Tausende von richterlichen Protokollen über Völkerrechtsverstöße der Alliierten während des Zweiten Weltkrieges sind darin erhalten geblieben. Heeres-, Marine- und Luftwaffenrichter haben damals nicht nur umfangreiche Komplexe wie Katyn, Bromberg und Lemberg, sondern auch eine Unzahl anderer Fälle untersucht. Aus diesen Ermittlungen entstanden die Protestnoten, die das Reich über die Schutzmacht Schweiz an alliierte Regierungen richtete, z. B. wegen der Versenkung des Lazarettschiffes “Tübingen” am 18. 11. 1944 in der Adria. Diese Ermittlungen führten auch zu zahlreichen Prozessen gegen kriegsgefangene Polen, Russen, Franzosen und Jugoslawen, die als Täter ermittelt worden waren
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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Eine sehr interessante Einführung,
30. Januar 2003
Das Buch ist in erster Lienie eine Dokumentation über die Arbeitsweise einer Dienststelle der Wehrmacht, die bis heute in der Öffendlichkeit überwigend unbekannt ist: Die "Wehrmacht-Untersuchungs-Stelle".

Aufgabe dieser Behörde war die objektive Sammlung von Beweismaterial zu Verstößen der Feindmächte gegen das damals geltende Kriegsvölkerrecht, für ein "Nürnberg" mit anderen Vorzeichen nach dem Kriege.

Bis heute sind 226 Aktenbände der WUSt erhalten geblieben. Eine internationale Kommission von Juristen und Historikern hat die Arbeitsmethoden und das Material sehr kritisch geprüft und es wurden hunderte von Fällen überprüft und Zeugen (auch viele ausländische) nochmals befragt.

Es gab NICHT EINEN Zeugen, der seine damals vor der WUSt gemachten Aussagen revidierte oder behauptete, unter Zwang ausgesagt zu haben. Ebenso haben sich auch alle nach dem Kriege überprüfbaren von der WUSt ermittelten Sachverhalte als völlig korrekt dargestellt. Des Weiteren ergeben die Akten, dass die WUSt auch oft genug die Ermittlungen einstellte, da die vom Feinde begangenen Taten zwar schrecklich, aber eben nicht völkerrechtswidrig waren.

Insgesammt kam man zu dem Ergebnis, dass selbst in einem Rechtsstaat eine solche Behörde nicht hätte sorgfältiger arbeiten können. Ergo: Das Material der WuSt ist hieb- und stichfest.

Das Vorwort zur 1. Auflage (1979) ist von Dieterich Rauschning, Professor und Direktor des Instituts für Völkerrecht der Universität Göttingen. Die beiden Autoren sind der amerikanische Völkerrechtler Dr. Alfred de Zayas und sein holländischer Kollege Dr. Walter Rabus.

Das Buch behandelt als erstes den Aktenbestand, die Vorgeschichte zur Entstehung der WuSt und ihre Verfahrensweise und den Kriegsvölkerrechtlichen Kontext.
Im Zweiten Teil geht es um beispielhafte konkrete Fälle und um die Befragung von Wehrmachtrichtern und Zeugen nach dem Kriege.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass man in der Tat einen guten Überblick über die Dienststelle selber, aber auch über den riesigen Umfang und das grauenhafte Ausmaß der Kriegsverbrechen der "anderen Feldpostnummer" bekommt. Weiterhin ist interessant, dass diese Dienststelle auch Verbrechen z.B. der Roten Armee an Polen oder an der russischen Zivilbevölkerung untersuchte (ein bis heute weitgehend unbekanntes und tabuisiertes Thema). Insgesamt ein sehr zu empfehlendes Buch, von internationalen Experten verfasst und an Objektivität kaum zu übertreffen.


24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sehr umfassende & objektive Darstellung von Kriegsverbrechen, 18. November 2001
Von Ein Kunde

De Zayas hat eine recht objektive Darstellung von Kriegsverbrechen gegen die Deutsche Wehrmacht und auch Zivilisten verfasst. Ich finde es persönlich sehr wichtig, dass man in der heutigen Zeit offen über ein so wichtiges Thema schreiben kann.Es wird in diesem Buch keine "Propaganda" betrieben.Der Verfasser hält sich aussschließlichan Dokumente,die eidesstattlich erklärt wurden.
Zusätzlich sind noch Zeugenaussagen, von noch lebenden Zeugen verglichen worden.Man liest indiesem Buch, dass nicht nur unsere Großväter"Kriegsverbrecher" waren.Es wird Zeit,dass wirzu dem ,was wir getan haben stehen.Wir solltenaber auch nicht vergessen,dass auch wir Opferbringen mußten!Ich kann nur jedem,der sich mitder jüngeren Geschichte befassen möchte,raten dieses Buch zu lesen.



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