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Solarpraxis - Chance Energiekrise Der solare Ausweg aus der fossil-atomaren Sackgasse

[25.07.2007] "Ein sehr engagiertes Buch. Ein nobel ausgestattetes Buch. Ein kenntnisreiches und leidenschaftliches Pladoyer für neue Energien." (Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, ehemaliger Bundesforschungsminister, MdB (CDU) )
Täglich erreichen uns neue Meldungen über Konflikte um Erdöl, Erdgas und Atomkraft, über steigende Energiepreise und die Vorboten des Klimakollaps. Die Energiekrise hat begonnen, doch sie bietet zugleich die historisch einmalige Chance für ein solares Wirtschaftswunder im Land der Ingenieure und Erfinder. Denn längst entstehen hier Lösungen für ein friedvolles Energiezeitalter, das die unmenschlichen Folgen der fossilen und atomaren Umwelt zerstörung überwinden könnte. In diesem Buch entwickeln erstmals Unternehmer, Forscher und engagierte Politiker gemeinsam die überzeugende Perspektive einer Energiewende, von der alle profitieren.


ISBN 978-3-934595-64-2 176 Seiten, Paperback, vierfarbig mit zahlreichen Illustrationen und Fotos Herausgeber: Hans-Josef Fell, Carsten Pfeiffer
Leseprobe
Das Ziel lautet: Null Emissionen!
Kosmetische Senkungen um einige Prozent reichen nicht mehr aus
Von Hans-Josef Fell
Um den erneuerbaren Energien zu ihrem Durchbruch zu verhelfen und eine Nullemissions politik umzusetzen, sind Investitionen in Forschung und Entwicklung unerlässlich. In dem Moment, in dem ein neuer Markt entsteht, beginnen die Firmen, ihre Produkte und Angebote innovativ zu verbessern. So stellte der Bundeshaushalt im Jahr 2004 rund 25 Millionen Euro bereit, um Solartechnik zur Stromerzeugung (Photovoltaik) zu erforschen. Die Hersteller solcher Anlagen investierten das Doppelte, also fünfzig Millionen Euro. Das war nur möglich, weil ihnen das Erneuerbare-Energien-Gesetz eine sichere Investition ermög lichte. Die staatliche Forschung ist wichtig, um Ideen zu unterstützen, um Hilfestellung zu geben. Sie kann aber nur begleitend wirken, wo marktfähige Produkte entwickelt werden sollen. Das galt für die Entwicklung des Fernsehens ebenso wie für die Heimcomputer oder heute die erneuerbaren Energien.
Ein Beispiel: Vor zehn Jahren galten Windräder mit einer Leistung von 500 Kilowatt als oberste Grenze dieser Technologie. Heute gibt es bereits die ersten Räder, die fünf Megawatt bringen, also die zehnfache Leistung. Nicht die staatlichen Forschungsbudgets haben diese rasante Entwicklung ermöglicht, sondern der wachsende Innovationsdruck eines sich ent wickelnden Marktes für Windkraft. Ähnliches gilt für ein künftiges Energiesystem, sei es bei der Wärmegewinnung oder beim Strom. Staatlich unterstützte Forschung und Entwicklung sind wichtig, die Dynamik eines funktionierenden Marktes können sie nicht ersetzen. Der Staat kann nur die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Reise in die richtige Richtung geht. Und er müsste es stärker tun als bisher, denn derzeit nimmt die Forschung von erneuerbaren Energien nur einen geringen Stellenwert in der weltweiten Energie forschung ein. Dies belegen die Statistiken der Internationalen Energieagentur, die eine Aufstellung über die gesamte öffentliche Energieforschung innerhalb der OECD veröffentlichte.
Das Ergebnis ist vor allem für die Verfechter der Atomenergie verheerend. Die Atomfor schung hat sich als bisher größter Flop in der Geschichte der Forschung erwiesen, denn Aufwand und Nutzen stehen in keinerlei Verhältnis. Über achtzig Prozent aller öffentlichen Energieforschungsmittel der Welt wurden in den vergangenen fünfzig Jahren in die Atom energie investiert. Das beschämende Resultat: Atomreaktoren steuern nur 2,5 Prozent zur Weltenergieversorgung bei. (...)
Immerhin, seit 1970 steigen die Forschungsmittel für erneuerbare Energien, wenn auch kaum merklich, an. Trotz der geringen Unterstützung steuern erneuerbare Energien schon ein Fünftel zum weltweiten Energieverbrauch bei. Wenn in diesen Zahlen der Internationalen Energieagentur zwar auch die riesigen Staudämme und die konventionelle Biomasse eingerechnet ist, ist dennoch die Aussagekraft der Zahlen enorm: Würde man ähnliche Summen für erneuerbare Energien wie für die Atomforschung einsetzen, wären die Atommeiler schnell überflüssig. Nicht erst in einem halben Jahrhundert, sondern in wenigen Jahren.
© Solarpraxis AG 2006


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