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Hohe Ölpreise fördern Reservenanstieg

[26.06.2001] Die hohen Ölpreise haben auch ihr Gutes: Es lohnt sich wieder, nach Öl zu suchen. Die staatlichen Gesellschaften der Ölförderländer und die international tätigen privaten Ölgesellschaften haben im Jahr 2000 ihre Ausgaben für Exploration und Förderung von Öl und Gas kräftig erhöht.

Das hat sich ausgezahlt, die weltweiten Ölreserven stiegen um 1.659 Millionen Tonnen, entsprechend 1,2 Prozent. Damit war der Reservenzuwachs 50-mal größer als der Verbrauchsanstieg, der sich um 33 Millionen Tonnen auf 3.500 Millionen Tonnen erhöhte. "Die gute Nachricht ist, dass die Ölindustrie auch im Jahr 2001 ihre Anstrengungen auf diesem Gebiet ausgeweitet und für 2002 sogar noch höhere Investitionen angekündigt hat", erläuterte K.-H. Schult- Bornemann, Pressesprecher ExxonMobil Central Europe Holding GmbH (Esso und Mobil) bei der Vorstellung der Studie "Oeldorado 2001" am Freitag in Berlin. Bei den Vorräten handelt es sich nur um die sicher bestätigten Reserven, also die Ölmengen, die bereits durch Bohrungen festgestellt, mit heutiger Technik zu heutigen Preisen wirtschaftlich förderbar sind. "Die tatsächlich vorhandenen Ölvorräte sind um ein Vielfaches größer; deswegen werden weder wir, noch unsere Enkel, noch deren Enkel das Ende des Öls erleben" fügte Schult-Bornemann hinzu.


Im Jahr 1999 waren die Welt-Rohölreserven erstmals seit langer Zeit zurückgegangen. Die niedrigen Rohölpreise hatten zu einer verringerten Explorationstätigkeit geführt. Im Jahr 2000 hat sich der frühere Trend wieder fortgesetzt, dass trotz langsam steigender Förderung der Vorrat an sicher bestätigten Reserven stetig gewachsen war. Hierzu haben der technische Fortschritt und eine Reihe von Funden, insbesondere in den Tiefwasserarealen vor der afrikanischen und südamerikanischen Küste beigetragen.


Die Welt-Erdölförderung wuchs um 3,4 Prozent von 3.452 Millionen Tonnen auf 3.571 Millionen Tonnen. Alle OPEC-Länder im Nahen Osten haben ihre Förderung ausgeweitet, wobei auf Saudi Arabien mit zusätzlich 28 Millionen Tonnen (ein Plus von 6,8 Prozent) der größte Anteil entfiel. Auch in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wurde die Produktion mit 24,5 Millionen Tonnen um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Damit scheint die Talsohle in der Förderung in der GUS, die nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes stark rückläufig war, endgültig durchschritten zu sein.


Die Welt-Raffineriekapazität ging um 0,3 Prozent auf 4.066 Millionen Tonnen zurück. Dieser Rückgang ist ausschließlich auf Veränderungen in den Raffineriekapazitäten Russlands zurückzuführen. Durch den Tschetschenien-Krieg und einige Teil- Stilllegungen sank die russische Raffineriekapazität um 68 Millionen Tonnen (minus 13,6 Prozent). Im asiatisch-pazifischen Raum stieg die Raffineriekapazität wie in den Vorjahren an; hier wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung auch in den kommenden Jahren erwartet.


Der Welt-Ölverbrauch stieg auf 3.500 Millionen Tonnen. In Europa sank der Verbrauch aufgrund von Einspareffekten trotz eines konjunkturellen Aufschwungs um 0,2 Prozent auf rund 747 Millionen Tonnen. In den anderen Regionen der Welt stieg er dagegen, wenn auch nur leicht. Den höchsten Verbrauchszuwachs verzeichneten neben dem Nahen Osten (plus 2,0 Prozent), der südostasiatische Raum und China. Allein in China erhöhte sich der Verbrauch um fast 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weltweit stieg der Verbrauch um 33 Millionen Tonnen.


Auch bei Erdgas zeigte sich ein kräftiger Anstieg der Reserven. Sie wuchsen um 2,6 Prozent auf 149 Billionen Kubikmeter. Die Förderung erhöhte sich auf 2.445 Millionen Kubikmeter, ein Zuwachs um 1,5 Prozent. Nach wie vor bleibt Russland mit 48,1 Billionen Kubikmeter Erdgas mit Abstand der Einzelstaat mit den reichsten Gasvorkommen der Erde. Sie entsprechen 32 Prozent der weltweiten Erdgasreserven.


Berlin, den 29. Juni 2001

Das Oeldorado finden Sie auf der Esso



ESSO




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