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Öffentliches Waschen und Rasieren bei Kurt Beck
[18.12.2006] Aufruf zum Happening der besonderen Art vor der Mainzer Staatskanzlei
Bonn. Für den 2. Januar ist in Mainz ein Happening der besonderen Art
geplant. Unter dem Motto: Happening vor der Staatskanzlei, Kurt Beck
gibt uns am 2. Januar einen Job! rufen das Erwerbslosen Forum
Deutschland, die Parteilose Wählergruppe Gelsenkirchen und zahlreiche
andere Initiativen dazu auf, sich vor der Mainzer Staatskanzlei
öffentlich zu rasieren und waschen. Im Gegenzug sollen sie dann vom
SPD-Vorsitzenden, Kurt Beck einen Job bekommen.
Gleichzeitig soll die Aktion Anlass sein, um gegen die verbale
Entgleisung von Kurt Beck und dessen Diffamierung von Erwerbslosen zu
protestieren. Dieser hatte diese Woche bei einem Besuch des
"Wiesbadener Sternschnuppenmarktes" einen Hartz IV Empfänger verhöhnt,
indem er ihm sagte, er solle sich rasieren und waschen, damit er einen
Job findet. Ebenfalls soll diese Aktion ein ironischer Ausdruck für 2
Jahre Hartz IV sein. Neben zunehmender Armut und Repressionen ist es
immer wieder zu Diffamierungen von führenden Politikern gegenüber
Erwerbslosen geführt hatte.
 | Warten wir mal ab!
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„Wir erwarten von Kurt Beck ernsthaft, dass er dann den Teilnehmern
dieser Aktion einen Job zusagen kann. Es scheint, dass die Lösung der
Massenarbeitslosigkeit sich sehr leicht beheben lässt und Hartz IV
damit überwunden ist. Den unehrenhaften Namen Hartz bräuchte dann diese
grottenschlechte Reform auch nicht mehr. Wir möchten diese Aktion auch
gleichzeitig zum Anlass nehmen, dass es die Politik der großen
Koalition ist, keine Gelegenheit auszulassen um Erwerbslose immer
wieder zu verhöhnen und ihnen die Schuld an ihrer Lage zu geben. Dabei
versäumt des die Politik der großen Koalition permanent mal wirkliche
Reformen, die den Namen auch verdienen, in Gang zu setzen. Es ist ein
Skandal, Menschen nur täglich 3,79 EUR für das Essen zu gewähren. Der
Regelsatz muss dringend auf 500 EUR erhöht werden. Ebenso benötigen wir
Arbeitszeitverkürzung und einen gesetzlichen Mindestlohn. Zu viele
Menschen sind trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen. Angesichts der
hohen Produktivität unserer Wirtschaft wären Überlegungen einer
Besteuerung dieser ebenfalls gerechtfertigt“, so Martin Behrsing,
Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.
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