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Die Bedeutung des Mähens mit alten Sensen[11.04.2007] Schaubergers Beschreibung des Mähvorgangs mittels der Sense. Schaubergers verstehen heißt seiner Schreibweise mehr beachtung zu schenken, so wörtlich zitiert (V.S.: Der sterbende Wald, 1937; zuerst in: Tauhefte Nr. 150; jetzt in Implosion Nr. 20, S. 18ff.): "Manche Menschen mögen wohl die Beobachtung gemacht haben, daß die absterbenden Blätter bei Sonnenaufgang ohne geringsten Luftzug zu Tausenden zu Boden rieseln und dieser Blätterregen sofort aufhört, wenn die Sonne steigt und eine gewisse Luftwärme erreicht ist. Wir haben früher erklärt, daß die Strahlungsintensität am Morgen am
stärksten ist, wodurch auch die Sauerstofferzeugung die größten Ausmaße
erreicht. Der am Morgen in status nascendi entstehende Sauerstoff
brennt die Blätter am Blattansatz ab und schließt die durch die
Abtrennung des Blattes entstandene Wunde.
Durch diesen einfachen Vorgang verhütet die Natur ein Ausbluten der Erde, weil alle Öffnungen durch diesen Verbrennungsvorgang luftdicht geschlossen werden. Eine ähnliche Erscheinung tritt auf, wenn Gras durch gedengelte Sensen geschnitten wird. Die Dengelung der Sense oder der Sichel erzeugt im Metall eine Spannung und Gegenspannung, die sich durch die sägeartigen Spitzen entlädt, wenn die Sensenschneide unter einem flachen Winkel durch das taunasse und kühle Gras geschwungen wird. Das Gras wird so durch einen von der Sensenspitze gegen die Nabe der Sense verlaufenden animalischen Strom [Lebensenergie, R.E.] abgebrannt, wodurch die Wunde sofort vernarbt und weder der Boden, noch das abgeschnittene Futter seine Kraftstoffe verlieren kann, weil die Sense durch den Stiel isoliert ist, also diese sehr flüchtigen Energiestoffe sich nicht abladen, sondern sich kurz schließen müssen. Betrachten wir eine gut gedengelte Sense unter dem Mikroskop, so sehe wir bei wechselnden Temperatureinflüssen Lichtscheine von einem Zahn zum andern huschen. Und lassen wir bei grauendem Morgen die Sense, die winkelmäßig richtig gehalten werden muß, durch die Gräser gleiten, so können wir bei richtigen Temperatureinstellungen im taunassen Grase fadenförmige Ströme sehen, die ohne Druck mit Blitzesschnelle den Halm fällen. Kommt die Sonne, so entlädt sich die Sense, und mit jedem Grad der Wärmezunahme der Luft erschwert sich diese Arbeit, bis trotz aller Schärfe der Sense die Arbeit zum Stocken kommt. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß Wiesen, die durch richtig gebaute und fachgemäß gedengelte Sensen mit der Hand geschnitten werden, fast ohne Düngemittel in ihrer Bodengüte erhalten werden, während Wiesen, die durch horizontal übereinander gleitende Maschinenmesser geschnitten werden, im Bodenertrag rasch zurückgehen und sichtbar vermoosen. So wie in vielen Belangen die einstige gewerbliche Kunst verloren ging, so gibt es auch heute nur mehr ganz wenige Bauern, die das Denglen der Sensen verstehen. Nicht umsonst ließ der seinen Boden liebende Bauer sein Sensenmaterial nicht aus der Hand und dengelte gegen Abend mit einer beispiellosen Liebe seine Sensen, damit sie sich über Nacht aufladen konnten. Selbst für den Aufbewahrungsort trug er Sorge, damit die Sensen ja nicht von der Sonne beschienen und abgeladen wurden." Die äußerst feinen Spannungsverhältnisse im Boden, in den Pflanzen und im Gartenwerkzeug sind ausschlaggebend für Gedeih und Verderb der Vegetation. Der heutige Maschinenmensch ist sich nicht bewußt, mit welcher Grobheit er in diese subtilen Zusammenhänge eingreift. Die naturnahen Bauern des Emmentals und anderer Alpengegenden gehen auch heute noch jeden Morgen um 4:30 Uhr hinaus, um als erstes zu sensen. Hier führt Schauberger noch ein entsprechendes Beispiel aus der Natur an, das das vorgestellte Prinzip verdeutlicht: das Grasen der Kuh. "Betrachten wir eine Kuh bei der Nutzung von Pflanzenorganisationen, so kann man bemerken, daß sie mit ihrer scheinbar rauhen Zunge das Gras zu Büscheln nach einer ganz genauen Richtung zusammendreht und die zum Aufbau der nächst höheren Rasse dienenden Gräser durch Drehung um ihre eigene Achse genau an der Stelle bricht, wo die Natur dies wohlweislich bestimmt hat. Hat die weidende Kuh die Halme mit einem knackenden Ton von der Erde gelöst, dann prustet sie über die dadurch entstandene Wunden, dadurch verändert sie die örtliche und stoffliche Zusammensetzung der Luft, es kommt nur dadurch zu starken Gegensätzen und folglich zu notwendigen Ausgleichserscheinungen, welche die geöffneten Wunden nahezu augenblicklich verschließen. Was die Kuh durch Zug gelockert hat, drückt sie fürsorglich mit ihrem Leibesgewicht wieder zusammen und gibt damit dem Boden ein Vielfaches an Wärme, die sie, durch das mit dem Zug verursachte Vakuum, der Erde genommen hat, zurück." (ebd.) 780 Seitenaufrufe Diese Seite Bookmarken Weitere Artikeln zu diesen Thema 11.04.2007 Moderne Wissenschaft erschafft Technik zur Zerstörung der vorhandenen Naturwissenschaft 11.04.2007 Der richtige Ausgleich zwischen Erde und Himmel 11.04.2007 Die Bedeutung des Mähens mit alten Sensen 11.04.2007 Richtiges oder falsches Gießen 11.04.2007 Über die Bedeutung des Schneidens der Nadelbäume 11.04.2007 Richtige Bodenbearbeitung und natürliche Wasserbildung 11.04.2007 Die Regenerierung von Böden oder das Tonsingen 11.04.2007 Wo nichts mehr wachsen wollte, da gedieh diese Aussaat 14.02.2006 Die Sieben Schläfer Bauernregeln zum 27. Juni |
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