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Das Jonastal und der Bau und die Entwicklung deutscher Atombomben?

[] Was ich an den Bericht von Wilfried Augustin vermisse, ist der Hinweis, das in der damaligen DDR, Uran abgebaut wurde. Ich sah persönlich die Bergleute (Hauer) als vor ihrer Schicht in Bussen zum Stollen transportiert wurden und wie sie danach abtransportiert wurden. Wir hatten nur einen Satz übrig "Die armen Kerle" Sie schuffteten für die Russen, denn die Firma bezeichnete sich als SDAG Wismut. SDAG - bedeutet nichts anderes wie Sowjetisch Deutsche Aktien Gesellschaft und im Gebiet von Gera Ronneburg bis hinter Zwickau wurde Uran abgebaut. Es hieß im Volksmund Kriegsschulden werden damit zurück gezahlt. Und die Naiven glauben es heute noch.
Und beim lesen dieses Berichtes "Das Jonastal und die Entwicklung der deutschen Atombombe" beschleicht mich das Gefühl, das nach dem die Ammis abgezogen waren, der Bau von Atombomben weiter geführt wurde, nur unter anderer Führung und vielleicht mit den gleichen Personal?

Im Jahre 1978 war ich beim Bau bei der Umgehungstrasse um Ohrdruff als Baggerfahrer dort eingesetzt und konnte so täglich einige Dinge beobachten, zumal auch dort wieder Häftlinge in einer Firma Schwerst-Arbeit verrichten mußten. Und beim täglichen Abtransport vielen mir so mache Erschöpftzustände wie bei den Bergleuten von Gera auf.

Auch konnte ich sehr oft beobachten, wie russische Düsenjäger (MiGs) aus dem Berg gedüst kamen und zu meinem Erstaunen auch hineinflogen. Nutzen diese Jäger die vermeintliche Abschußrampe der geheimisumwitternden Interkontinentalrakete, wie sie hier in dem Bericht erwähnt wird.
Es  waren auch sehr oft Erschütterungen, die aus den Tiefen des Erdreiches wie Erdstöße kamen, zuspüren, doch Nachfragen bei der Bevölkerung ergaben immer die Antwort, k.A. vielleicht die Russen drüben im Berg.

Hinzu kommt noch, das sich vom nicht so sehr weit entfernten Eisenach, welches stark mit unterirdischen Gewölben durchzogen ist, mehrere große bzw. breite Autobahnähnliche Straßen unterirdisch in alle 4 Himmelsrichtungen wegführten, die auch 20 und mehr Kilometer lang gewesen sein sollten. Laut Bericht eines damals bei der Wehrmacht dort Dienenden .
Da ich selbst in Eisennach gedient habe, wußte ich und sah ich die riesigen unförmigen Betonrückstände noch aus der Zeit der Bombenangriffe während des Krieges und der erfolglosen Sprengungen nach dem Krieg. Auch die Übereste auf dem Hülfesberg habe ich sehen können

So erfuhr ich von dem damaligen Politmajor Jacobi, das halb Eisenach auf einen riesigen Gewölbe liege und man sich nicht gedraue es zu öffnen, da man vermutete das dadurch Eisenach in die Luft fliegen könnte.
Von Herrn Schäfer, der aus meinem Heimatort stammte und selbst in den Eisenacher unterirdischen System sich oft aufgehalten hat, erfuhr ich noch während meiner Armeezeit von diesen unterirdischen Strassensystem, welches sich nach allen 4 Himmelrichtungen verzweigte und erst nach 12 bis 20 Kilometern zu Tage kamen.
Auch war ich als Lehrling in den Bergen von Orlamünde, welches die Russen nutzten und habe dort auch einiges erlebt, vor allem das riesige Plateau sehen und befahren können, welches oben auf dem Berg ist.
Auch wurde aus dem Reinstädter Grund nahe Kahla von einer unterirdischen Anlage berichtet, die von Schwerlastfahrzeugen der Staatssicherheit mittel versteckten Fahrstuhl genutzt und befahren wurde. Das viel erst auf, als ein LKW vorwärts hinein fuhr und wieder vorwärts heraus fuhr, was ich der Scheune unmöglich schien darin zu drehem.
Ob hier der versteckte  Zugang freigelet wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, ich habe nur noch erfahren, das besagte Scheune gestürmt wurde, aber nicht und rein gar nichts zufinden war.
  • Was sagt uns das? Ist Deutschlanf gänzlich unterhöhlt? Die Antwort hierzu findet sich in grauer Vorzeit, doch das ist eine andere Geschichte!
Dazu kommt noch, das einige der alten Leute auch von einer unterirdischen Straße berichteten, die aus dem Thüringer Wald kam und zwischen Weimar und dem Buchenwald in Richtung Leipzig führen sollte, wie gesagt, das erzählten die alten Leute, die den Krieg überlebt hatten.
Frage:
  1. Woher wußten die davon?
  2. Waren auch normale Arbeitskräfte dort eingesetzt?
  3. kannte die Kreigstreiber damals die aus der Uhrzeit stammenden Stollen, und versuchten sie diese Stollen zunutzen
  4. Wird dieses Stollensystem heute noch genutzt? Ich denke ja, denn es gibt bereits Hinweise aus einer anderen Ecke unseres Kontinentes hierzu!
Hier nun der Bericht zu dem
Jonastal und die Entwicklung der deutschen Atombomb
e


(Wilfried Augustin Vortrag, gehalten am 27. April 2007 in München beim EFODON e. V.)1. Der zweite Weltkrieg ging vor mehr als 60 Jahren zu Ende Was interessieren da noch Gegebenheiten von Anfang 1945? 2005 „feierten“ die Medien das Ende des zweiten Weltkrieges. Nach 60 Jahren Umerziehung feierten wir alle brav mit. Die Fronten waren klar. Die bösen Nazis erhielten ihre gerechte Strafe dank des selbstlosen Einsatzes der Alliierten, insbesondere der Amerikaner. Auch die Schuldfrage war klar. Die Nazis haben böswillig den Krieg begonnen und in verbrecherischer Weise geführt. - Deutsche waren wohl wenige dabei, nur Nazis. Ich selbst war am Ende des Krieges vier Jahre alt. Kein Nazi, obwohl ich gelernt hatte, „Heil Hitler“ zu sagen. Mein Vater war auch keiner, meine Mutter auch nicht. Und unsere Nachbarn? Ichkannte keinen Nazi in unserer Siedlung,meine Eltern auch nicht.



Bis auf einen,der kassierte Mitgliedsbeiträge für dieNSDAP, später dann, nach dem Kriege,für die SPD.Mir sind diese und viele andere Dingeaus der Zeit nach dem Krieg wieder hochgekommen, während die Medienbeiträgezum „Sechzigsten“ über mich herein brachen.Meine damalige Wirklichkeit nachdem Kriege aus Berichten und Erzählungenwar eine andere. Langsam, unmerklich,wurden wir im Laufe der letzten 60Jahre „gehirngewaschen“. Manchmalhabe ich heute das Gefühl, wir leben ineiner Kolonie. Wir sind nicht mehr wirselbst. Mir fehlt die ehrliche Vergangenheit.Das ist der Grund, warum ich michheute, nach so vielen Jahren, noch mitsolchen Themen beschäftige.
Was war die Wahrheit damals ?Egal ob gut oder böse. Wir haben Anspruchdarauf!Da hinein gehören auch die Ereignissein Thüringen Ende 1944 bisAnfang 1945. Was geschah im Jonastal?Gab es eine deutsche Atombombe? Wostand die deutsche Wissenschaft? Waspassiert heute im Jonastal? Warum wirdschon wieder vertuscht?

2. Ein Thema wird aufgegriffenund „hochgekocht“
Seit 1990 haben verschiedene Autorendas Thema Thüringen, Jonastalund die deutsche Atomtechnologie im3. Reich behandelt. Ich beziehe michhier jedoch nur auf die Autoren Mayer/Mehner und Karlsch.2002 erschien das Buch „Die Atombombe und das Dritte Reich“ von EdgarMayer und Thomas Mehner. In diesemBuch zeigen die Autoren, dass die deutscheAtombombe gegen Ende des Kriegesfertig war, und dass die zugehörigeInterkontinentalrakete vor der Vollendungstand. Versuchsgebiet und Standortwar Thüringen. Nach Mehner undMayer war Thüringen der Dreh- undAngelpunkt einer deutschen Geheimwaffenentwicklung.In unterirdischenAnlagen in AWO (Geheimbezeichnungfür den Bereich Arnstadt-Wechmar-Ohrdruf ) wurde an deutscher Hochtechnologiegearbeitet.Die Theorie der Verfasser, es würdeEnde des Krieges funktionierendedeutsche Atombomben und Trägerraketenmit interkontinentaler Reichweitegegeben haben, wühlte viel Staub auf.Gegner kritisierten fehlende konkreteBeweise. Ich komme auf das Buch nochzurück.2005 erschien das Buch von RainerKarlsch „Hitlers Bombe“. RainerKarlsch rekonstruiert die Geschichtevon einer thermonuklearen Minibombe,die ein heute kaum bekanntes Forscherteamin Thüringen entwickelteund angeblich auf Rügen und in Thüringentestete. Rainer Karlsch ist Historikerund forschte Jahrzehnte lang zurWissenschaft im Nationalsozialismus.Auch auf dieses Buch komme ich zurück.

3. Lokaltermin
Offensichtlich war Thüringen gegenEnde des Krieges das Kerngebiet derdeutschen Waffenentwicklung. Einmarkanter Teil und heute noch sichtbar,war das Jonastal bei Arnstadt.Sehen wir uns einmal das Jonastal an. Wir haben die Bilder auf einer Urlaubsreisedurch Thüringen im Sommer2004 gemacht.Die Straße von Arnstadt nach Crawinkelläuft durch das Jonastal. Auf dernördlichen Talseite wurden 1944-45die Gangsysteme in den Berg gebaut,angeblich für das ultimative Führerhauptquartierund die Geheimwaffenproduktion.
Darüber befi ndet sichder Truppenübungsplatz Ohrdruf, derschon zu Kaisers Zeiten existierte. Danachwaren Reichswehr, SS, Amerikanerund Russen dort aktiv. Heutegehört das Gelände der Bundeswehr alsÜbungsgelände.Selbstverständlich gab es eine Reiheweitere Einstiege, von denen einige soaussahen, als ob sie in jüngster Zeit benutzt worden waren. Ich kann mirjedoch nicht vorstellen, dass man aufdiese einfache Weise irgend etwas fi ndenwürde.
Die Gänge werden nachkurzer Strecke zubetoniert oder gesprengtsein. Wäre es anders, hätte manschon weitere Erkenntnisse gewonnen.Um Nachforschungen - welcher Artauch immer - zu verhindern, wurdewohl das ganze Gebiet zum militärischenSperrgebiet ernannt.Damit hat man strafrechtlicheHandhabe gegen ungenehmigte Nachforschungen.
Ich gehe davon aus, dassoffiziell alles abgewiegelt und nichtsgenehmigt werden wird. Es ist zubrisant. Die Recherchen stagnieren.Wie brisant die Dinge sind, kann manaus folgendem erkennen:Ich übernehme das Folgende aus„Arnstädter Stadt-Echo-Spezial“ vomAugust 2002, geschrieben von Thomas Mehner.
Dabei geht es um die Person desSS-Generals Dr. Ing. Hans Kammler.Kammler, promovierter Bauingenieurund Generalleutnant der Waffen-SS, war 1945 einer der größtenGeheimnisträger des 3. Reiches. Er waran den deutschen Hochtechnologie-Projekten maßgeblich beteiligt undorganisatorisch verantwortlich für diedeutsche Raketenproduktion, sowiefür die Errichtung geheimer Untergrundanlagen.Er war verantwortlichfür die Anlagen im Jonastal und inallen anderen Thüringer Bereichen.
Bei der Durchsetzung der Rüstungszieleging er buchstäblich über Leichen. ImZuge seiner Baumaßnahmen starbennach heutiger Schätzung ca. 20.000KZ-Häftlinge.Das wäre doch eigentlich ein Grundgewesen, dass die Alliierten am Endedes Krieges intensiv nach ihm suchten,um ihn vor Gericht zu stellen. Aberweit gefehlt, weder Amerikaner nochRussen schienen so richtig an ihm interessiertgewesen zu sein. Bisher gingman davon aus, dass er Ende des Kriegesstarb, woran auch immer. Verdächtigerweiseexistieren vier Totenscheine.Ein bisschen viel für einen Toten.Es gibt Aussagen von dem Zeitzeugen,der mit Thomas Mehner im Kontaktstand, der folgendes behauptete:„Kammler ist Anfang April 1945 ausThüringen ausgeflogen.
Er geriet Mai 45in amerikanische Gefangenschaft, wo eram 9.5.45 mit General Patton zusammentraf.Dabei muss er eine Abmachungmit den Amerikanern getroffen haben.Offi ziell wurde er für tot erklärt. VierzehnTage später, 25.5 -28.5.1945, war er jedoch zusammen mit hohen amerikanischenMilitärs und Wissenschaftlernin Arnstadt. Er machte den Besuch unterdem Pseudonym Dr. Hausmann.“Bei dem Besuch soll es um den Abtransportvon Fabrikanlagen und Versuchsflugkörpern aus den unterirdischenAnlagen in die USA gegangen sein.Kammler wurde mit neuem Namenund nazifreier Legende in Tschechieneingebürgert. Gemäß einer Abmachungzwischen Amerikanern und Russenwar er dort für beide Seiten erreichbar.David Hans Hoffmann, der Zeitzeugevon Mehner/Mayer, will 1959 und 1964mit ihm in Prag gesprochen haben. Ergibt auch an, dass Kammler 1972 inTschechien verstarb. Kein so genannter „Nazi-Jäger“ ist ihm offenbar jemals zunahe gekommen.
Die Brisanz der Angelegenheit liegtin der Absprache zwischen Amerikanernund Russen über einen erwiesenermaßenskrupellosen SS-Mann.Kammler hat sich eindeutig freigekauft.Womit? Die Amerikaner waren dochschon in den Anlagen? Wenn er vonbeiden Seiten bis weit in unsere Zeitfür Kontakte bereitstand, musste esetwas geben, was auch noch später,während des Kalten Krieges, für Russenund Amerikaner interessant war.Ich gehe davon aus, dass alle Sicherheitskräfte- Ost und West - involviertwaren (sind). Es dürfte daher auchheute für keine Seite akzeptabel sein, dass Amateure, Freizeitwissenschaftlerund Abenteurer die Sache aufrühren.Daher für alle Interessierten: Vorsicht!Zurück zum Jonastal, zu unseremBesuch 2004. Als wir die Gegend erkundeten,fanden wir einige ABM-Leute,die an zugewachsenen Bauresten ausder Zeit des Tunnelbaus arbeiteten.Als wir später wieder durch das Jonastalfuhren, war die Anlage freigelegt.Es handelt sich um die Kompressoranlagezur Erzeugung der nötigenDruckluft, um die Stollen auszustemmen.
Selbst das Druckrohr liegt nochunter der Straße. Der Durchmesser lässterkennen, welche hohen DurchsätzeDruckluft für das Bauvorhaben benötigtwurde.Die ABM Leute, die die Kompressorenstationausgruben, waren Einheimischeaus der Region. Interessant war,was sie uns erzählten. Danach haben die Russen nach dem Abzug der Amerikanerdie Anlage übernommen und bis langenach Ende des Krieges in den Stollenweiter produziert. Die Produktion lieffür die Russen weiter, angeblich sogarunter Mitarbeit von früheren SS-Leuten.Die Stasi bewachte die Jonastalstraße,durfte aber selbst das Gelände nichtbetreten. Es wurde lediglich Patrouillegefahren. Normale DDR-Bürger durftendie Straße überhaupt nicht befahren.Nach diesen Angaben frage ich mich allerdings,wenn da angeblich nichts waroder nichts fertig war: Was haben danndie Russen dort weiter produziert?Ich bin mir über die Tatsachen nichtschlüssig. Ich sehe zwei kontroverseStandpunkte:

  1. 1944 und erst recht 1945 hatten dieAlliierten die absolute Lufthoheit.Aufklärer konnten unbehelligt jedenPunkt in Deutschland überfl iegen. Kriegsentscheidende Einrichtungenwären sofort bombardiert worden.Warum nicht die Baustelle Jonastal?War das nur eine Scheinbaustelle,um die Alliierten abzulenken?Wussten die Amerikaner, dass es nureine Scheinbaustelle war? Wenn ja,wo sind denn die wirklich brisantenAnlagen?
  2. Die Amerikaner sind so zielgerichtetund mit hohen Verlusten aufdas Jonastal zu marschiert, dassman annehmen muss, dass sie genauwussten, was sie fi nden wollten.Die Stollen sind im Mai 1945 angeblichunversehrt von den Amerikanernübernommen worden.(Aber angeblich sind doch die Stollenvon der SS gesprengt worden!) Ausrüstung und Personal sind unverzüglichin die USA geschafft worden.Die entsprechenden Akten und Listender Amerikaner sind angeblich nochfür weitere 50 Jahre top secret unterVerschluss. Warum? Was war da sowichtig? Angeblich hat doch die deutscheWissenschaft nichts zustandegebracht. Wenn da aber nichts war,hätte man doch nichts mitnehmenund bis heute geheim halten können!Dann wurden die Anlagen den Russenüberlassen, und die produziertenweiter. Was denn?Um das möglicherweise zu klären,gehen wir zurück zu den Autoren.

4. Die Aussagen von Thomas Mehner und Edgar Mayer
Deutschland hatte 1945 erfolgreichmindestens eine Atomwaffe in Thüringengetestet.Deutschland hatte eine Interkontinentalrakete entwickelt und 1945 inThüringen erfolgreich getestet.In Thüringen wurde Hochtechnologieentwickelt, von der Beweise undeventuell funktionierende Aggregatenoch unterirdisch vorhanden sind.

Mehner/Mayer kommen zu diesemErgebnis nach Auswertung von Briefeneines angeblichen Zeitzeugen, DavidHans Hoffmann alias Hans Rittermann.Die Briefe sollen von David HansHoffmann aus Jerusalem stammen.Dieser Hans Rittermann arbeiteteangeblich 1938-45 in Arnstadt alsSonderbeauftragter der Reichspost unddes OKW für Sonderbauvorhaben inThüringen. Nach seiner Briefaussagearbeitete er unter dem SS-GruppenführerHans Kammler (siehe oben).Tatsächlich gab es einen Hans Rittermannim Bauamt von Arnstadt.Nach eigener Aussage hatte Rittermannnach dem Kriege Dokumen te, die ihn als Juden auswiesen, somitkonnte er sich direkt nach dem Zusammenbruchfrei bewegen. Außerdemsprach er Englisch und Russisch (Eineeigenwillige Vorstellung für einen Mitarbeitervon SS-General Kammler!).Er schrieb Briefe an mehrere Personenin Deutschland im Jahr 2000. Er sagte,dass er aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandesjetzt schreiben müsse,außerdem sei seine Schweigepfl icht ab1.1.2000 abgelaufen.
Wem gegenüber?Den Geheimdiensten? Er lebte nach eigenerAussage von 1948-89 in den USAund hat dort Berichte zu „Sonderbüro3“ (Jonastal) geschrieben, die sich beimUSA/Israel Geheimdienst befinden.Wenn es einen Deal zwischen den Amerikanern/Russen und Kammler gab, istes durchaus denkbar, dass sein Mitarbeiter,Hans Rittermann, in die USA geholt wurde, ohne Wissen der Russen.Während Kammler in Europa bliebund Russen wie Amerikanern zur Verfügungstand, haben sich die Amerikanermöglicherweise seinen MitarbeitetRittermann alleine gesichert. Auchdie Schweigepfl icht bis zum Jahr 2000erscheint mir glaubwürdig.Bezüglich eines Atomtests sagt HansRittermann, dass es am 4.3.1945 gegen21:30 Uhr im Raum Röhrensee (sieheKarte) einen atomaren Hauptversuchgegeben habe. Dabei kamen 2-300Häftlinge ums Leben, sowie zwei hoheSS-Leute und drei Techniker.
Zuvorgab es einen Test bei Rügen und einenTransport-Unfall bei Salzburg.Bezüglich der unterirdischen Anlagenim Jonastal sagt Hans Rittermann,dass am 2.April 1945 Sicherungsmaßnahmendurchgeführt wurden. Es wurdendurch die SS Eingänge gesprengtund getarnt, sowie Objekte vermint.Häftlinge und auch SS-Leute, die dieSicherung durchgeführt hatten, wurdenabschließend erschossen.
Den getötetenSS-Männern wurde Häftlingskleidungangezogen. Eingänge wurden jedoch z.T. gekennzeichnet, Hans Rittermannhat angeblich selbst Baumzeichen an dengetarnten Eingängen anbringen müssen(Wieso kam er dabei nicht zu Schaden?).
Am 12.4.1945, also wenige Tage danach,zogen die Amerikaner in Arnstadt ein.Es wurden alle Eingänge verschlossen,bis auf den Bereich der Forschungsanlage(welche Forschung, welche Anlage?).Die Anlage arbeitete nach 1945 weiter,ohne Wissen der Amerikaner undRussen (für wen? Wer hat denn dortgearbeitet?). Baumzeichen, die angebrachtworden waren, sollen angeblich1982/83 erneuert worden sein.
 Dabei halfen Sowjetoffiziere gegen Dollar mit(Wer gab den Auftrag und die Dollar?).1992/96 wurde noch mal gekennzeichnet(Das war lange nach derWende. Wer war der Auftraggeber?).Teile der Anlage sollen auch heute noch inBetrieb sein! (oder nur betriebsbereit?)Mayer/Mehner nennen in ihremBuch den Bienstein als Ort unentdeckterAnlagen.Neben Jonastal spricht Rittermannauch von einem Objekt „Jasmin“. Dazugehören Anlagen zur Raketenproduktion,u. a. der A 9/10 am Kienbergzwischen Crawinkel und Luisental.Hier sollen auch Sonderf lugobjektez. B. Rundf lugzeuge (Flugscheiben?)der Flugzeugwerke Gotha liegen.Die Anlagen wurden versiegelt.
Laut Rittermann sind sie weder Amerikanernnoch Russen bekannt.Rittermann nennt noch eine ganzeReihe weiterer Plätze. Mir ist nicht bekannt,ob irgend jemand dort nachgeforschthat. Wir sollten das während unserer EFODON-Exkursion im HerbstThomas Mehner fragen.Wir müssen auch Rittermanns Aussagein Betracht ziehen, dass acht Personen,die den Geheimnissen zu nahegekommen sind, einen plötzlichen unerwartetenTod erlitten!Wenn Rittermann alias David HansHoffman wirklich Tatsachen geschrie
  • Es hat in Thüringen mindestenseinen erfolgreichen Atomversuchgegeben.
  • Amerikaner und Russen habenmit SS-Leuten zusammengearbeitetund Technologie und Anlagenübernommen.
  • Es ging nicht nur um Atomtechnik,sondern auch um spezielle Flugzeugeund Raketentechnik
  • Amerikaner und Russen haben nichtalles herausbekommen. Es bestehenheute noch funktionsfähige unterirdischeAnlagen in Thüringen.
  • Die Anlagen sind gesichert und stehenunter der Kontrolle einer (odermehrerer) geheimen Organisation.


5. Die Lady von der Wachsenburg
Wenn wir nach Beweisen für diePerson Rittermann und etwaigerAtomtests suchen, kommen wir unweigerlichauf die Person von FrauCläre Werner.Cläre Werner wurde 1913 geborenals Tochter von Edmund Werner, derauf der Veste Wachsenburg bei ArnstadtBurgwärter und Wirt war. Sie wohnteauf der Burg und erlebte persönlich dieEreignisse 1944/45, die mit dem Atombombentestzusammenhingen. Sie hatteKontakt zu den beteiligten Personen.Das Turmzimmer der Burg diente zurBeobachtung der Versuche.Sie starb erst 2003 im Alter von 90 Jahren in einem Seniorenpfl egeheim inTüttleben.Ihre Aussagen sind deshalb so interessant,weil sie im Mai 1962 vor einerArbeitgruppe der SED-Kreisleitunggemacht und protokolliert wurden.Sie gibt folgendes an:

  • Sie kannte Hans Rittermann. Erwar oft am Sonntag zum Kaffee aufder Burg. Er war im Bauamt vonArnstadt tätig. Er trug nie eine Uniform.Nach 1945 war Rittermannauch mit russischen Offi zieren aufder Burg (d. h. sie betätigt Rittermannbez. Anwesenheit nach
  • Am 4. März 1945 war Rittermannauch auf der Burg. Er sagte zu ihr,dass an diesem Tag Weltgeschichtegeschrieben werde. Es werde etwas gemacht, was die Welt nochnicht gesehen hat. Sie sollte amAbend auf den Turm gehen undin Richtung Röhrensee schauen(d. h. Rittermann war in die geheimenEntwicklungen involviert).
  • Gegen 21:30 Uhr gab es plötzlicheine Helligkeit wie von hundertenvon Blitzen. Innen war es rot, außenwar es gelb. Danach gab es einemächtige Sturmbö. Viele Einwohnerin der Umgebung hatten am anderenTag oft Nasenbluten, Kopfschmerzenund Druck auf den Ohren (Besserkann man einen Atomwaffentestgar nicht beschreiben).
(Aus dem Brief einer anderen Persongeht hervor, dass eine Atombombemit einem Seilzug auf einen Stahlmastgezogen wurde und in sechs MeternHöhe über den Häftlingen explodierte.Ergebnis: Angeblich 680 Tote.)Angeblich sind nur 100 g Atomsprengstoffim Einsatz gewesen. Angeblichsollten ursprünglich 1.000 g Atomsprengstoffzum Einsatz kommen, jedochDr. Diebner (Diebner war der Entwicklerder Technologie) reduzierte auf 100 g. Ersoll hinterher total entsetzt gewesen seinüber die Wirkung: „So etwas wollte ichnicht, die armen Menschen, nein, nein,nein, was wäre geschehen bei 1000 g …“
  • Am Nachmittag des nächsten Tageskamen ca. 100 SS-Leute auf die Burgund fragten, wo die Verletzten undToten hingebracht worden sind. (Hierhatte man den SS-Leuten wohl einenfalschen Anlaufpunkt genannt. Dasbestätigt aber, dass es Tote und Verletztegab. Das wurde auch in einerAussage von einem Heinz Wachsmutbestätigt, der zur Beseitigung der Totenabkommandiert war. Die Totenzeigten typische Strahlenverletzungen– aus heutiger Sicht gesehen.)
  • Am 12. März 1945 gegen 22:45 Uhrgab es eine zweite Explosion. Die Helligkeit war nicht so stark wie beimersten Mal. Es gab auch kein Nasenbluten.Rittermann war mit einigenLeuten auf dem Turm der Wachsenburgund hat beobachtet.
  • Am 16. März 1945 gab es ein weiteresEreignis. Rittermann war mit einigenFreunden auf dem Turm. Sie hattenFerngläser dabei und sahen in RichtungIchtershausen. Gegen 22:00 Uhrwurde es sehr hell, und etwas stieg miteinem großen Feuerschweif gegen denHimmel. Es stieg immer höher undentfernte sich nach Richtung Norden.Die Leute fi elen sich in die Arme undsagten „Wir haben es. Hurra, wir sinddie Größten, wir sind unbesiegbar“ usw.(Das deutet auf den Test der Langstreckenraketehin).
Ich habe Zitate aus dem Buch hauptsächlichbezüglich Atombombe undLangstreckenrakete genutzt. Es gibteine Fülle weiterer Informationen, Einzelheitenund Recherchen bei Mehner/Mayer. Ich verweise auf das Buch „DieAtombombe und das Dritte Reich“.Wir werden während der EFODON-Exkursion Ende Oktober nachArnstadt ausgiebig Zeit haben, ThomasMehner zu befragen.

6. Die Aussagen von Rainer Karlsch
In seinem Buch „Hitlers Bombe“entwickelt Rainer Karlsch ebenfallsdie Theorie, dass Deutschland Anfang1945 Atomwaffen getestet hat. Karlschbenutzt andere Quellen als Mehner/Mayer. Er spricht von neuen Archivfundenund technischen Analysen.So wertet er die Schriften des KaiserWilhelm Instituts für Physik in Berlinaus, sowie Unterlagen des Heereswaffenamtesund anderer MilitärischerDienststellen.
Diese Akten waren vonden Russen in Berlin konfi sziert worden.Erst 1991, nach dem Zusammenbruchder Sowjetunion, war es möglichdiese Schriften einzusehen.Zusätzlich zur Archivarbeit wurdenBodenproben der vermuteten Testgebietegenommen. Radioaktive Messungenwurden von Physikern der Justus-Liebig-Universität Gießen vorgenommen.Wenn auf den getesteten Flächen eineKernreaktion stattgefunden hat, müssenMesswerte der künstlichen ElementeCäsium 137 und Kobalt 60 deutlichüber der ortsüblichen nachweisbar sein.Dieser Nachweis war positiv.Aufgrund der geringen Schäden imTestgelände und der Annahmen, dassDeutschland über nur geringe Mengenvon angereichertem Uran und Plutoniumverfügte, kommt Karlsch zumSchluss, dass eine Atombombe mit sehrkleinem Zerstörungspotenzial getestet wurde, deutlich kleiner als das derHiroshima-Bombe.
Heute würde mandazu taktische Atombombe sagen. Damalsgab es diesen Begriff noch nicht.Bislang sagte die offi zielle (die Geschichteder Sieger) Geschichtsschreibung,dass deutsche Wissenschaftler mit dem Atomprojekt gescheitert sind undnoch nicht einmal in der Lage waren,eine Kernreaktion im Versuchsreaktorzuwege zu bringen. Diese Erkenntnisentstammt u. a. den Abhörprotokollenvon Farm Hall, wo die Engländer nachdem Krieg führende deutsche Atomwissenschafter gefangen hielten und heimlichabhörten. Damit ist auch die Fragenach der Verfügbarkeit von spaltbaremMaterial verbunden, und die wiederumentscheidet, ob Deutschland genügendRohstoff hatte, eine Bombe zu bauen.
Es sei denn, die deutschen Wissenschaftlerhatten einen anderen Weg gefunden.Es ließ sich aus Fachartikeln erkennen,dass Wissenschaftler der Marine,des Heeres und der Luftwaffe bereits1944 über das Wissen zum Bau einer taktischen Atomwaffe nach dem Hohlladungsprinzipverfügten. Die Belege dafür fand Karlsch im Nachlass des Leiters derForschungsabteilung des Heereswaffenamtes Professor Erich Schumann.

Ich zitiere Karlsch:
„Die eigentlicheSensation des Schumann-Nachlasses ist einManuskript, das er 1949 in Abstimmungmit ehemaligen Mitarbeitern verfasste. Erschildert darin unter anderem die unterseiner Regie begonnenen Forschungen zurKernfusion und entwickelte das Konzeptzum Bau einer Wasserstoffbombe. Dasheißt im Klartext: Drei bzw. vier Jahre,bevor die ersten amerikanischen und sowjetischenWasserstoffbomben getestet wurden,beschrieb der beim Heereswaffenamtfür die Atomforschung zuständige Leiterziemlich exakt deren allgemeine Bauprinzipienund deren Funktionsweise.“
Von den Versuchen, die das Heereswaffenamtdurchführen wollte, um ausleichten Elementen durch Fusion Kernenergiefreizusetzen, wussten angeblichnur wenige Wissenschaftler, und derenAkten mussten 1945 vernichtet werden.Karlsch beschreibt in seinem Buchüber das unglaubliche Akademikergerangel,mit dem der theoretische Vorsprungder deutschen Atomwissenschaft verspieltwurde. Noch Mitte 1945, als schonlange absehbar war, dass die deutschen Kriegsgegner möglicherweise einen atomaren Erstschlag führen könnten, gab es anscheinend noch keine Anlage zur Isotopentrennung und zur Erzeugung von schwerem Wasser. Das jedoch wäre nötiggewesen zur Erzeugung nennenswerterMengen von U 235 zum Bombenbau.Noch 1945 versuchte man auf kleinerBasis ein Atomlabor in Stadtilm inThüringen aufzubauen.
Dazu wurdedie Forschungsgruppe Gottow (Forschungsgruppedes Heeres nahe derOrtschaft Gottow am Rande des ArtillerieschießplatzesKummersdorf beiBerlin. Die Forschungsgruppe wurdevon Kurt Diebner aufgebaut), die Uranschmelzanlageder Degussa und eineHochkonzentrieranlage für schweresWasser in den Kellern der Mittelschulein Stadtilm untergebracht.Laut Karlsch kam es aber bis zumKriegsende nicht mehr zur Produktionsaufnahme(Vielleicht, weil die inStadtilm tätigen Wissenschaftler inzwischen die Atombombe gar nicht mehrals die beste Lösung ansahen, sonderndie Fusionsbombe).
Wie schon gesagt, entscheidendfür den Bau einer Atombombe war dieFrage nach dem Erfolg der Isotopentrennung,d.h. der Anreicherung vonU 235 in U 238. Einzig Erfolg versprechendschien die Zentrifugentechnikzur Isotopentrennung. Diese Technikwird auch heute noch weltweit für dieUrananreicherung verwendet.Ab Juni 1944 ging nach Karlsch wenigstenseine Mehrkammerzen trifugein Süddeutschland in Dauerbetrieb, miteiner Leistung von 7,5 g/Tag schwachangereicherten Urans.
Wieviel insgesamtin der Folgezeit produziert wurde,und wo es blieb, ist unbekannt.In der Folge des Kriegsverlaufes,als die Front der Amerikaner näherrückte, musste diese Produktion verlagertwerden. Mit einer verbessertenUltrazentrifuge konnte in Celle/Norddeutschlandab Februar 1945 lautKarlsch ca. 50 g pro Tag Uran mit 15%iger Anreicherung gefertigt werden.Es wäre also theoretisch möglich gewesen,im Verlauf des Februars 1945 rund1 kg Bombenmaterial für die Versuchein Thüringen bereitzustellen!Aber auch die Reichspost beschäftigtesich mit der Urananreicherung.Unklar sind laut Karlsch die Ergebnisseder Reichspost zur Erzeugung von angereichertemUran.
Es gab eine Zusammenarbeitmit Manfred von Ardenne,der ein elektromagnetisches Verfahrenzur Isotopentrennung entwickelt hatte.Ungefähr ab April 1942 wurde mit demBau einer Pilotanlage begonnen. NachArdennes eigener Schätzung konnte mandamit 0,1 g pro Stunde hoch angereichertesUran erzeugen. Vorteil dieser Anlagesollte der relativ geringe Energiebedarfsein. Die Frage ist, ob die Ideen Ardennesauch großtechnisch umgesetzt wurden.Karlsch schreibt dazu über eineninteressanten Fund in Bad Saarow, südlichvon Berlin. Hier wurde auf einemehemaligen Luftwaffengelände in 1,3Metern Tiefe kreisrunde Betonstrukturengefunden. Es war ein doppelter Betonringvon 20 Meter Durchmesser mitquadratischem Anbau. Kabelschächteführten ins Zentrum. Man fand auch 20cm starke Rohre, die möglicherweise Teileiner Vakuumanlage waren.
 Waren dasReste einer Isotopentrennanlage nachdem Ardenne-Prinzip? Laut Karlschweisen die Reste starke Ähnlichkeit miteinem Entwurf Ardennes für einen elektromagnetischenMassentrenner auf. Untersuchungendes Betons ergaben tatsächlichSpuren von angereichertem Uran.Aber ging die Anlage tatsächlich in Betrieb?Wenn ja, wie viel angereichertesUran wurde produziert? Gab esvielleicht auch noch andere Anlagen?Bisher sind die Fragen nicht geklärt.Abschließend lässt sich über die Verfügbarkeitvon bombenfähigem MaterialAnfang 1945 folgendes sagen:Das Wissen über die Fertigung warda. Versuchsanlagen waren positiv. Aberob es trotz Missmanagement und Kompetenzgerangelgelang, nennenswerteMengen bereitzustellen, ist absolut unklar,aber nicht unmöglich.Aber selbst wenn es nur geringe Mengenvon angereichertem Uran oder auchPlutonium gegeben hätte, wäre nachKarlsch die Möglichkeit einer Bombe mitKernsprengstoff nicht auszuschließengewesen, wenn man die Kernfusion ausleichten Elementen in Betracht zieht.
Hierbei vereinen sich zwei Forschungsrichtungen.Zum einen dieHohlladungsforschung, in der Deutschlandweltweit führend war. Zum anderendas Wissen um die Möglichkeit thermonuklearenReaktionen aus den leichtenElementen Lithium-6 und Deuterium.Leichte Atomkerne reagieren nurmiteinander, wenn sie dicht zusammengebrachtwerden können. Um dieAbstoßungskraft der Atomkerne zuüberwinden, müssen sie mit hoher Geschwindigkeitaufeinander treffen. Dazuwird hohe kinetische Energie, Druckund Temperatur benötigt. Diese Bedingungenließen sich theoretisch durcheine Hohlladung schaffen, insbesonderewenn die Ladung noch mit Stahlmantelund Berylliumeinlage versehen wäre.Es gab auch Überlegungen, zwei Hohlladungengegeneinander zu schießenund den Kernbrennstoff an der Stelle zuplatzieren, wo die Hohlladungsstrahlenzusammentreffen.Anfängliche Versuche scheiterten.Letztendlich soll es aber im Oktober1944 auf Rügen zu einem erfolgreichen
Versuch nach diesem Prinzip gekommensein. Einzelheiten über den Wegdorthin kann man detailiert in demBuch von Karlsch nachlesen.Der Versuch soll am 12. Oktober1944 unter der Regie von Marinewissenschaftlernauf der Halbinsel Bug auf Rügenstattgefunden haben.

Als indirekteBeweise werden folgende aufgeführt:
  • Augenzeugenbericht durch den italienischenJournalisten Luigi Romersa Er war mit offizieller Genehmigung im Kontrollbunker dabei und beschrieb die typischen Merkmale einer Atomexplosion.
  • Berichte von Einwohnern der nahegelegenen Insel Hiddensee.
  • Erdproben der Explosionsstelle mitdeutlich erhöhten Cäsium 137-Werten.
  • Es wurden Proben von verglastemStein gefunden.

Wenn es so war, dass bereits Oktober1944 ein Atomtest der Marine positivwar, hätte es ausrechend Zeit bis Anfang1945 gegeben, um in Thüringen eineAtom-Infrastruktur aufzubauen.Für den geheimen Standort Thüringenwar jedoch noch ein zweiterPunkt von Wichtigkeit. Die technischeMöglichkeit des Transportesund der Steuerung der Atombombevon Thüringen ins Feindgebiet.Den Beteiligten von damals war sicherklar, dass eine kriegsentscheidendeWirkung einer Kernwaffe nur imZusammenhang mit einem zielsicherenLangstreckenträger gegeben war.D. h., eine funktionierende Kernwaffebedurfte einer funktionierenden „Amerikarakete“.Unter Führung der SS wurdendazu in Thüringen entsprechendeAktivitäten durchgeführt.Es gibt laut Karlsch folgende Hinweise:

Ein US-Soldat sagte während derNürnberger Prozesse aus: „Es war einegroße unterirdische Fabrik mit schwererAusrüstung. Wir sahen dort einige Raketenin verschiedenem Fertigungszustand.Die Fabrik befand sich in der Nähe desvon uns befreiten KonzentrationslagersOhrdruf.“
In einem sowjetischen Bericht wirdeine unterirdische Fa brik von erstaunlichenAusmaßen erwähnt. Sie befandsich in neun Stollen in der Nähe vonCrawinkel.
Ein anderer russischer Bericht beschreibteinen V-Waffen-Leitstand in der Nähevon Ohrdruf. Die Amerikaner hatteneine Gruppe von 17 Mann zur Erkundungin diese unterirdische Anlageentsandt. Keiner kam wieder heraus.
Am 16. März 1945 soll der Abschusseiner Großrakete von der MunitionsfabrikRudisleben aus erfolgreich gewesen sein (Das deckt sich mit derAussage von Cläre Werner von derWachsenburg).
Es gibt Hinweise, Es gibt Hinweise, dass sich eine unterirdischeFabrik in einem Bergrückensüdwestlich von Crawinkel befand.
Als indirekter Beweis für zwei Kernwaffentestsim März 1945 auf demTruppenübungsplatz Ohrdruf ziehtKarlsch ebenfalls die Aussagen vonCläre Werner heran.Karlsch führt als Erhärtung einSchreiben vom 23.März 1945 von GeneralleutnantIljitshov, Chef der Militäraufklärung,an Stalin auf. Danach haben dieDeutschen in Thüringen zwei große Explosionendurchgeführt, bei denen Bäumebis auf eine Entfernung von 600 m gefälltwurden. Es folgten weitere Details.Angeblich f iel den Russen nachKriegsende ein Film in die Hände mitdem Titel: „Film über den Start einerV2 und die Explosion einer Atombombe.“Der Film wurde 1946 archiviert, istaber nicht zugänglich.

7. Zusammenfassung der Aussagen von Mayer/Mehner und Karlsch
  1. Die deutschen Wissenschaftler verfügtenüber das theoretische Wissenzum Bau von Atombomben undlange vor Amerikanern und Russenauch zum Bau von Fusionsbombenin taktischer Größe.
  2. Die deutschen Wissenschaftler verfügtenüber das Wissen und Versuchsanlagenzur Urananreicherung.Ob großtechnische Anlagen in Betriebgingen, ist unbekannt.
  3. Zum Ende des Krieges verlagertensich die Aktivitäten zur Kernwaffenforschungsowie zur Fertigung undEntwicklung von Langstreckenraketen nach Thüringen in den BereichArnstadt/Ohrdruf.
  4. Unter der Leitung von SS-GeneralKammler wurden unterirdische Fertigungsanlagenerrichtet.
  5. Diese Anlagen wurden von Amerikanernund Russen gefunden, ausgewertetund zum Teil nach demKriege weiter betrieben.
  6. Es ist nicht sicher, ob alle Anlagen gefundenwurden. Es besteht die Möglichkeit,dass noch funktionstüchtigeunterirdische Anlagen existieren.Was darin verborgen ist, ist unklar.
  7. Der Verdacht auf noch unbekannteEinrichtung wird bestätigt durchoffensichtliche geheimdienstlicheAktivitäten im Bereich des TruppenübungsplatzesOhrdruf.

8. Martin Stade
Der Autor Martin Stade und seineGruppe „Forschungsgruppe Jonastalund Sonderbaubereiche“ betreiben eineInternetzseite „Jonastal-online.de“, derich folgenden Artikel entnehme:
Über die Produktionsstandorte, Produktionszeiträumeund Anzahl der großenUranbomben, die im Dritten Reichgebaut wurden.“
Danach sollen insgesamt 103 Bombengebaut worden sein. Da keinerleiBeweise genannt werden, bin ich mirüber den Wahrheitsgehalt der Aussagennicht sicher.Abschließend möchte ich auch nochden Jonastalverein erwähnen. Hierbeihandelt es sich um einen Verein vonFreizeitforschern, der versucht, die Ereignisseim Jonastal am Ende des Krieges zuermitteln. Der Verein hat ein Museum indem Dorf Wölfi s am Rande des Truppenübungsplatzeserrichtet.
Der Verein hatfolgende Internetzseite: www.gtgj.de.
(Wilfried Augustin
Vortrag, gehalten am 27. April 2007 in München beim EFODON e. V.)
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