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Ringförmige Sonnenfinsternis zum Tag der deutschen Einheit 2005

[12.05.2005] Zufall?  Soll es ja bekanntlich keine geben.  Am 03. Oktober zum Tag der deutschen Einheit 07:35 - 13:27 (global,Weltzeit) ist ein ringförmige Sonnenfinsternis vorhergesagt. Die beste sichtbare ringförmige Phase in Madrid von 10:55:54 - 11:00:01 (Mitteleuropöische Sommerzeit) Partielle Phase im Deutschen Sprachraum von ca. 10:00 - 12:30, max. 70% Sichtbarkeit wärem überwiegend Europa, Teile Afrikas




Sonnenphasen


Von einem bestimmten Ort auf der Erde aus kann man durchschnittlich nur alle 360 Jahre eine totale Sonnenfinsternis beobachten. Totale Sonnenfinsternisse haben eine unterschiedlich lange Dauer. Diese hängt von den momentan beobachtbaren Durchmessern von Sonne und Mond ab. Die maximale Dauer einer totalen Sonnenfinsternis beträgt für einen festen Ort auf der Erde 7 Minuten und 36 Sekunden.

Chinesen, Babylonier (Chaldäer) sie beschäftigten sich schon sehr früh mit den Himmelsbegebenheiten, wie die Sonnenfinsternisse.  So stellten sie fest, dass die Sonnenfinsternisse nur bei Neumond, aber nicht bei jedem Neumond und auch nicht an jedem Ort in gleich eintraf.  Sie fanden sogar heraus, dass die Sonnenfinsternis nach bestimmten Perioden, der sogenannten Saros von 223 Monden oder 18 Jahren und 11 Tagen,  wieder eine entsprechende Sonnenfinsternis folge, so dass diese in bestimmter Reihenfolge wiederkehren und somit vorausgesagt werden können.






Schon im Altertum wurden zur Vorausbestimmung von Sonnenfinsternissen neben der Saros auch Methoden angewandt.
Ptolemäus widmete dieser Aufgabe speziell sein Almagest. Er untersuchte die Bedingungen, unter welchen Finsternisse eintreten können, konstruierte Tafeln und wandte geometrische Methoden an
Aber erst Johann Kepler gelang es mit seiner "Projektionsmethode", die in den "Tabulae rudolphinae" (Ulm, 1627) beschrieben wird, ein befriedigendes Verfahren zu finden,

Bild aus "Tabulae rudolphinae" von Johann Kepler (1571-1630)












Moritz Lowitz verwendete zur Voraussage der Sonnenfinsternis vom 25. Juli 1748 die Sonnen- und Mondtafeln Eulers und entwarf zwei Tafeln, die er ihm widmete
Seine Erklärung hierzu:
Die erste Tafel zeigt den Halbschatten auf der Erdkugel zu drei verschiedenen Zeiten.
Die zweite Tafel zeigt die Totalitätszone über Europa sowie Zeit und Grösse der Sonnenfinsternis von Berlin, Nürnberg, St. Petersburg und Rom aus gesehen.


 



Bereits vor 140 Jahren beachtet wurde


Zeichnung einzelner Eruptioen
von L. Trouvelot, 1872



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