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Die Jin-Dynastie (1125–1234) (chin. 金朝, jīn cháo)[18.02.2008] ist strikt von der Jin-Dynastie (265–420) (chin. 晉朝, jìn cháo) und der späteren Jin-Dynastie (chin. 後金, hòujīn) zu unterscheiden. Es handelt sich um eine Fremd-Dynastie in Nord-China, gegründet durch das tungusische Volk der Dschurdschen (im 10. Jahrhundert in der Mandschurei gebildet, Vorfahren der Mandschu) von 1115 bis 1125 auf den Resten des Kitan/Liao-Reiches.
Die Dschurdschen beherrschten mit Hilfe von Söldnern aus der mongolischen Steppe eine Mehrheit der Han-Chinesen in Nordchina. Das Jin-Reich zählte damals insgesamt 53 Millionen Einwohner, davon 6 Millionen Dschurdschen und war damit der bevölkerungsreichste Staat der Erde. Ende 1126 verbuchten die Dschurdschen einen großen Sieg über die nationalchinesische nördliche Song-Dynastie, deren in Kaifeng sitzender Kaiser Huizong gefangen wurde.
Die Hauptstadt des Jin-Reiches war zunächst Huei-ing (Huining, 1125-1153) bei Harbin in der Mandschurei, heute Acheng. Die Sinisierung des Dschurdschen-Adels beschleunigte sich, als der despotische Kaiser Tikunai die Hauptstadt 1153 nach Peking und schließlich sogar kurzzeitig nach Kaifeng verlegte. Aber Tikunai scheiterte bei seinem Angriff auf Song-China 1161 am Jangtse und wurde von seinen Soldaten getötet. Unter seinem Nachfolger Wulu wurde die Hauptstadt vorübergehend in die Mandschurei zurückverlegt. Das stand im Zusammenhang mit Maßnahmen der traditionellen Kreise gegen die Sinisierung. 1173 wurde es den Dschurdschen verboten, chinesische Namen anzunehmen. Gleichzeitig wurde die Dschurdschen-Sprache für Beamtenprüfungen vorgeschrieben. Von 1153-1214 war Zhōngdū (chin. 中都 „mittlere Hauptstadt“) wieder Hauptstadt, das heutige Peking. 1194 verlagerte der Gelbe Fluss seinen Lauf, so dass es zu mehreren Überschwemmungen kam. Trotz dieser Katastrophe, des erwähnten Drucks auf die Regierung und eines neuen Krieges gegen die Song 1208 war die Dschurdschen-Herrschaft am Vorabend des Mongolenangriffs äußerlich stabil. Nur innerlich sah man die Unzuverlässigkeit des Heeres, das zu einem Viertel aus Söldnern aus der Steppe bestand. Die Jin unternahmen gelegentlich Strafexpeditionen in die Mongolei, verstärkten ab 1192 auch die Große Mauer. Aber die Gründung des Mongolenreiches 1206 stellte für sie eine ernste Herausforderung dar. Nach der Eroberung Pekings durch den Mongolenkhan Dschingis wurde Kaifeng (chin. 開封, Kāifēng) 1214-1234 die letzte Hauptstadt. Das Reich der Jin-Dynastie ging 1234 mit der Eroberung Kaifengs und Luoyangs durch Ugedai Khan zugrunde. Kaiser der Jin-Dynastie (1125–1234) [Quelle Wikipedia
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