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München nicht zur Festung machen ADAC warnt

[15.01.2010] München. Der ADAC lehnt die gestern im Stadtrat vorgetragenen gravierenden Einschränkungen für Autofahrer entschieden ab und warnt davor, München durch Pförtnerampeln und Citymaut zur Verkehrsfestung zu machen. Obwohl der Erfolg der Umweltzone zur Verbesserung der Luftqualität bislang nicht nachgewiesen ist, sind bereits viele Bürger in Stadt und Umland, die sich keinen Neuwagen leisten können, aber auf das Auto angewiesen sind, durch die bestehende Regelung finanziell und sozial stark belastet. Um die Autofahrer nicht weiter zu verunsichern, fordert der ADAC, die Diskussion über weitere Verschärfungen mit eher zweifelhaften Erfolgsaussichten bis zu einer wissenschaftlich fundierten Klärung der Wirksamkeit von Umweltzonen einzustellen.

Die Luftqualität kann schon jetzt durch vermehrte Einführung sogenannter „Grünen Wellen“ effizient und dauerhaft verbessert werden. Damit können bis zu 25 Prozent der Feinstaubpartikel und bis zu 50 Prozent der durch den Individualverkehr verursachten Stickoxide vermieden werden. Ebenso sind die Hersteller aufgefordert, schneller Fahrzeuge mit Euro-6-Norm bereit zu stellen und so auch bei Neuwagenkäufern für Planungssicherheit zu sorgen. Dies gilt insbesondere für sparsame Diesel, die serienmäßig mit einem wirkungsvollen SCR-Kat (Harnstoff-Katalyastor) ausgerüstet werden müssen. Sonst droht erneut, dass Autos, die eben noch als sauber und modern galten und deshalb sogar steuerlich gefördert wurden, plötzlich Stinker sind, die nicht mehr in die Städte fahren dürfen.


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